Auf dieser Seite möchte ich Ihnen Informationen rund um komprimierte Musik, vornehmlich MP3's, bieten.

 

Lautstärkepegel von MP3-Dateien angleichen

Wer verschiedene CD's in MP3's umwandelt und anschließend die Songs durcheinander hören möchte, wird sehr schnell feststellen, dass diese völlig unterschiedliche Lautstärke haben.

Es gibt zwei unterschiedliche Ansätze, dieses Problem zu lösen:

Angleichung des Spitzenpegels:
Die erste Methode verwenden 95 % aller einschlägigen Programme. Der Pegel des gesamten Songs wird so angehoben, dass der höchste Pegelwert beispielsweise 95% des zulässigen Maximalpegels erreicht.
Sie ist allerdings untauglich, wenn es gilt, unterschiedliche Musiktypen oder beispielsweise remasterte Oldies mit wirklich alten Oldies anzugleichen.

Es ist leicht einzusehen, dass beispielsweise ein Chanson, bei dem ein einziges Mal der Spitzenpegel durch ein Schlagzeug erreicht wird, subjektiv leiser empfunden wird als ein Technosong, bei dem der Spitzenpegel ständig erreicht wird.
Weiterhin wird Popmusik seit längerer Zeit einer Kompression unterzogen. Hierbei werden die leisen Passagen angehoben, also der Dynamikumfang reduziert, ohne aber den Spitzenpegel zu verändern. Grund dafür ist unter anderem, dass laute Musik subjektiv als schöner empfunden wird.
Ein weiterer Nachteil der Normalisierung besteht darin, dass der gesamte Titel decodiert wird, die anschließende WAV-Datei im Pegel verändert und anschließend wieder in eine MP3-Datei kodiert wird, der Song also echt physikalisch verändert und durch die mehrmalige Komprimierung auch verschlechtert wird.

Angleichung der subjektiven Lautheit:
Einen völlig anderen Weg geht die Freeware MP3-Gain. Hier wird die subjektive Lautheit gemessen und eine Pegeländerung lediglich daduch realisiert, dass in den Header der MP3-Datei eine Pegelinfo eingefügt wird, die jederzeit entfernt oder geändert werden kann, ohne dass der Song an Qualität verliert. Weiterhin kann neben einzelnen Songs auch ein komplettes Album mit konstantem Faktor geändert werden.

Beschreibungen zu MP3-Gain finden sich hier und hier. Ich kann das Programm nur empfehlen und habe bereits mehrere 1000 Songs damit bearbeitet.

DRM-Geschützte Musik umwandeln

Eine der ärgerlichsten Episoden der letzten 10 Jahre ist die Einführung von DRM (Digital Rights Management) durch Microsoft.

Wer aus einem Downloadportal gegen Geld einen Song runterlädt, bekam ihn bis vor kurzer Zeit nur als kopiergeschützte WMA-Datei. Leider bedeutete das aber auch, dass die Datei z.B. nicht problemlos in einen MP3-Song umgewandelt werden konnte und lediglich über das aufwändige Brennen einer CD der Kopierschutz unter Inkaufnahme von Qualitätsverlusten entfernt werden konnte.

Angesichts millionenfacher illegaler Downloads erscheint es wie ein Schildbürgerstreich, dass ausgerechnet die ehrlichen Nutzer mit DRM gegängelt werden, während die illegalen Downloads selbstverständlich ohne Kopierschutz sind.

Seit vor wenigen Jahren der Marktführer Apple in seinem iTunes-Store auf DRM verzichtet hat, bieten inzwischen auch alle anderen Anbieter wie beispielsweise Amazon nicht kopiergeschützte MP3-Downloads an. Das war das Aus für Microsofts WMA-Format, seit dem entscheiden die Nutzer wieder mit den Füssen und verwenden MP3-Files.

Sollen nun noch vorhandene kopiergeschützte WMA-Dateien z.B. in MP3-Dateien umgewandelt werden, gibt es zwei grundsätzliche Möglichkeiten:

Die bekanntesten Vertreter der ersten Variante sind Tunebyte und WMA-Convert für je ca. 20 Euro sowie als kostenlose zeitlich befristete Trial. Beide Programme spielen alle gängigen Audio- und Videoformate ab und nehmen sie gleichzeitig analog wieder auf. So können Sie mehrere WMA-Songs gleichzeitig mit bis zu 54-facher Geschwindigkeit in MP3-Files umwandeln und damit den DRM-Schutz entfernen, ohne gegen ein Gesetz zu verstoßen.

Nun noch ein paar Bemerkungen zur zweiten Variante. Anbei der Auszug eines Artikels der Computer-Bild:

Interessant wird das obige Thema beispielsweise im Zusammenhang mit Download-Portalen wie Napster. Die Firma war vor 10 Jahren der Vorreiter des illegalen Downloads. Seit ca. 5 Jahren betreibt die Firma ein völlig legales Downloadportal, von dem für wenige Euro im Monat unbegrenzt viel Musik als DRM-geschützte WMA-Files runtergeladen werden kann und z.B. kostenlose 7 Tages Mitgliedschaften angeboten werden, während der man locker 5.000 Titel aktueller CD's runterladen kann. Die Musik kann auf Grund des DRM-Schutzes nur abgespielt werden, solange man das Napster Abo besitzt, anschließend wird sie nach kurzer Zeit für das Abspielen gesperrt, es sei denn, man hat sie vorher z.B. in MP3-Files umgewandelt.

Ein Schelm, wer hierbei Böses denkt. Manchmal werden ehrliche Nutzer schon für sehr dumm verkauft.

Nachtrag_2018: Das ganze Thema hat sich inzwischen erledigt, bei Spotify kann man sich mit einem kostenlosen, werbefinanzierten Zugang und der Zusatz-Software Clipinc sämtliche Musik kostenlos und ohne Kopierschutz runterladen. Macht man dies mit einem virtuellen PC, läuft die ganze Sache auch noch nebenbei ab, so dass der eigentliche Rechner nicht blockiert ist.

 

Musik-verwaltung über i-tunes

Man kann zu Apple und Steve Jobbs stehen, wie man will, seine Software und seine Geräte sind einfach genial. Ich kann jedem Musikliebhaber nur empfehlen, iTunes auf den Rechner zu installieren. Die kostenlose Software bietet Features, die ich so in der Summe in einem einzigen Programm nirgendwo sonst gesehen habe:

Damit will ich es vorerst bewenden lassen, weitere Infos und Hinweise auf die Tools kommen demnächst.



 

 

 

 

 

 

 

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